Einmal Kontinuität

Benedikt XVI.‹ Papa Emeritus, sprach gut zwei Wochen vor seinem Rücktritt ein letztes Mal vor den Priestern seines Bistums Rom. Im Zentrum der sehr persönlich gehaltenen Ansprache stand das Konzil. Benedikt hatte selbst als theologischer Berater von Kardinal Frings daran teilgenommen. Schon vor dem Konzil war Josef Ratzinger Ghostwriter eines Vortrags über das Konzil, den Kardinal Frings in Genua gehalten hatte. Als Frings kurz nach diesem Vortrag zu einer Audienz in den Vatikan bestellt wurde, fürchtete er negative Folgen der Rede.
Benedikt erzählte den weiteren Verlauf der Geschichte so:
Frings «war voller Angst, ob er vielleicht etwas Unkorrektes oder Falsches gesagt haben könnte. Er fürchtete, dass man ihm jetzt Vorwürfe machen oder ihm sogar den Kardinalspurpur wieder entziehen könnte. (…) Als sein Sekretär ihn für die Audienz eingekleidet hat, sagte er ihm: ‹Vielleicht tragen Sie das Zeug ja zum letzten Mal.› (…) Dann geht er (Frings) hinein und Papst Johannes geht ihm entgegen, umarmt ihn und sagt: ‹Danke Eminenz, Sie haben genau das gesagt, was ich sagen wollte, aber ich habe nicht die Worte dafür gefunden!›» So hatte also Benedikt als Josef Ratzinger schon vor seiner Zeit Papstworte formuliert.
(ab; zit. nach www.domradio.de)

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