Tränen eines Agnostikers

Der Agnostiker Léo Moulin, ein belgischer Soziologe und Schriftsteller, erzählt Léon Joseph Kardinal Suenens, ein Sozialist habe ihm das persönliche (nicht seinen Parteigenossen preiszugebende!) Bekenntnis anvertraut: «Beim Tod von Johannes XXIII. habe ich geweint». Und er selbst habe ihm geantwortet: «Ich auch …». Moulin deutet das Konzil als das einzige ihm bekannte Beispiel für eine gelungene Reform von innen her. «Wenn das I. Vatikanum das II. Vatikanum gewesen wäre, wäre das Gesicht Europas verändert worden». Schon im Weggehen bemerkt Moulin zu Suenens: «Johannes XXIII. hat meinen Unglauben unbehaglich gemacht» (Su 164).
(emf)
 

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