Seit Jahrzehnten sprechen die Soziologen vom «Tradions(ab)bruch»: Werte und Haltungen, die früher selbstverständlich von Generation zu Generation weitervermittelt wurden, werden heute nicht mehr «automatisch» weitergegeben. Dies trifft hierzulande auch und ganz besonders auf den Glauben zu. Die neueste Nummer des ite, der Eine-Weltzeitschrift der Schweizer Kapuziner, behandelt dieses Phänomen auf vielfältige Weise. Hier der Pressetext:
Vielfältige Glaubensbiografien prägen die religiöse Landschaft
Vorbei sind die Zeiten, da man dachte, mit einem einzigen guten katechetischen oder religionspädagogischen Modell könne der Glaube von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden. So vielfältig wie die Menschen und deren Kulturen sind, ist auch die Art und Weise des Glauben-Lebens. Schon in der Schweiz lernen Kinder aus römisch-katholischen Migrationskirchen den Glauben anders als Kinder, die den traditionellen Weg in Pfarrei und Religionsunterricht durchleben.
Wie hat Papst Franziskus den Glauben gelehrt? Unsere exklusive Geschichte aus Lateinamerika weiss genaueres und hat kritisch nachgefragt. Unsere historischen Rückfragen klären die Glaubensbiografien des Juden Jesus von Nazareth sowie des Bürgersohns Franz aus Assisi aus dem 13. Jahrhundert.
Für viele Menschen gilt Indien als das spirituelle Land. Sie reisen dahin und suchen sich ihre Religion in dieser fremden Kultur. Der aus Indien stammende Kapuziner George Francis Xavier schildert die Glaubenserziehung in hinduistischen Familien sowie in katholischen Schulen.
Gratis-Probenummern bei: Missionsprokura Schweizer Kapuziner, Postfach 1017, 4601 Olten. Telefon: 062 212 77 70. E-Mail: abo@kapuziner.org
Eine Auswahl von Artikeln unter: www.ite-dasmagazin.ch
P.S. von WLu.: Seit einem Vierteljahrhundert bin ich hauptverantwortlicher Redaktor des ite. Seit einigen Jahren werde ich tatkräftig vom Co-Redaktor Adrian «Ädu» Müller unterstützt. Er zeichnet auch verantwortlich für die vorliegende Nummer. Seit 1. Juli kommt mein Freund Beat Baumgartner als Co-Redaktor dazu mit einer 30-Prozent-Anstellung. Er ist bereits verantwortlich für die nächste ite-Nummer über das Sterben (Sterbebegleitung, Sterbehilfe, Palliativ Car …). Schon jetzt darf ich eine sehr eindrückliche Nummer ankündigen.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant