Eine AHNUNG von der Mosaischen Revolution ?

Nachdem sich das Bewusstsein des Menschen entwickelt hat, konnte er feststellen, an der Natur ablesen, dass es Gesetze gibt – zB: «Nach dem Regen scheint die Sonne» oder: «Stets folgt dem Abend der Morgen» (Spaziergang der Sonne). Die Gesetze der Fruchtbarkeit, der Jagd, der Gesundheit etc… wurden erkannt. Es gelang, die Gesetze zu verwenden und die Neugier fragte: WOHER kommen sie? Dann: WAS ist der SINN , die Botschaft der Gesetze?

Im juedischen Volk wurde die Mosesfigur zur Skizze der Botschaft Gottes, zum Gesetzgeber, Propheten und Erzieher des Volkes. Und nun haben wir heutzutage im Deuteronomium (30.10-14) einen «heiligen Text«, der eine weitreichende Revolution einleitete im Bereich des Bewusstseins und der Menschlichkeits-Entwicklung – eine Revolution, die noch heute gefragt ist!

Jahwe Euer Gott wird sich freuen an Eurem Gedeihen – wenn Ihr dem Wort Gottes gehorcht durch das Einhalten der 10 Gebote und der Vorschriften  und wenn Ihr zu Eurem Gott total zurueckkehrt mit Herz und Seele. Denn dieses Wort (An-Gebot und Gesetze), das ich Euch heute ans Herz lege, ist nicht ueber Euren Kraeften und nicht jenseits Eurem Ergreifen. Es ist weder im Himmel noch in Uebersee – Nein – das Wort ist Euch sehr nahe: Es ist in Eurem Mund und in Eurem Herzen zugunsten Eurer Beachtung.
«Es ist in Eurem Mund und Herzen» bedeutet: Ja, Ihr moechtet es aussprechen, verkuenden, weil es tief in Eurem Herzen verankert ist.

Und dies nun ist das Neue, die Moses-Revolution: dass er eine Anthropologie (ein Menschen-Verstaendnis) vertirtt, die das anordnende Wort Gottes tief im Menschen selbst angelegt sieht. Diese revolutionaere Sicht, tausende von Jahren alt, ist ins Christentum uebergegangen als Ueberzeugung – aber stets hart angefochten, gar verneint – und Viele tun sich heute noch sehr schwer, diese Moses-Prophezeiung inhaltlich zu glauben. Angesichts der Wirklichkeiten, die wir erleben: wunderbare Menschen! schreckliche Menschen! bleiben wir beim Fragezeichen… bis wir uns endlich entscheiden: JA – die Schoepfung und damit auch die Menschen sind grundsaetzlich gut (Gen 1.31). Solange aber es an dieser Entscheidung mangelt, sind wir eben grundsaetzlich «mangelhaft«. An die Gutheit Gottes, der Schoepfung, des Menschen zu glauben ist grundlegend entscheidend – diese GNADE wuensche ich ALLEN.  Weil Viele sich nicht entscheiden koennen, gelingt es ihnen nicht, ihre Gutheit ins Leben zu uebersetzen, im Alltag zu leben. Eines ist sicher: Wenn wir die Moses-Revolution mittragen wird uns auch der Ruf Jesu zur Einheit besser gelingen; und je mehr wir Jesus verwirklichen, ihn verkoerpern, desto eher die Chance, die Fuelle des Lebens zu erreichen; vollstaendig zu gedeihen.

Hans Leu

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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