Die Konzilskommission De episcopis [Über die Bischöfe] wird von Kardinal Marella präsidiert. Wiederholt (A 2,539 Anm. 228 zählt vier Einladungsbriefe auf) kündigt er eine Vollversammlung dieser Kommission an. Jedes Mal wird die Versammlung wieder abgesagt. An deren Stelle formiert Kardinal Marella mit Hinweis auf die zeitliche Belastung der Bischöfe und die langen Wege nach Rom eine Unterkommission aus Kommissionsmitgliedern, vor allem solche, die in Rom und Umgebung wirken – eine «Rumpfkommission», wie sie von Klaus Mörsdorf genannt wurde. Besonderen Einfluss hat darin Bischof Carli von Segni – ein ausgesprochener Gegner einer Erneuerung der Ekklesiologie und der Theologie des Bischofsamtes.
Auch die Einladung vom 1. April 1963 für eine Versammlung Anfang September macht dem Datum alle Ehre. April April …
So kommt diese Konzilskommission zwischen Dezember 1962 und November 1963 kein einziges Mal zusammen. «Sie wird mithin weder Gelegenheit gehabt haben, den Entwurf desjenigen Dekretes zu studieren, das sie selbst direkt betrifft, noch, es zu verbessern oder vor der Konzilsdebatte zu verabschieden» (Jan Grootaers, in: A 2,539).
(emf)
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