Als ich in «Christ in der Gegenwart» die folgenden Zeilen las, musste ich unwillkürlich an Köppel denken, der im Parlament einer Bundesrätin «Frivolität» und Verrat an der Verfassung vorwarf:
«Der Verlust des Anstands hat sich selbst auf die «Kritiker» ausgebreitet, ja gesamtgesellschaftlich, wie es öffentliche Äusserungen online, unter anderem in den sozialen, oft eher asozialen Netzwerken belegen: proletenhafte Schmähungen, Beleidigungen, Obszönitäten, Vulgaritäten en masse.»
Doch der dicke Hund kam erst einige Tage später in der «Basler Zeitung». Der Chefredaktor jubilierte in einem Leitartikel, dass das Parlament endlich wieder zu dem geworden sei, was es ursprünglich war: ein Ort des Redens/»Parlierens». Köppel wird zusammen mit der ebenfalls im Parlament sitzenden Blochertochter als «akademische» Schwergewichte gefeiert, dank denen das Niveau des neu gewählten Parlamentes gestiegen sei.
Ich habe sicher Recht, wenn ich in einem neuesten Aphorismus meinte, Absurdistan sei überall …
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
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