Unterschiede von Mann und Frau (Gender ...)

Ein Gespenst geht um unter konservativen Katholiken: die Gender-Theorie. Man verunglimpft sie als Unfug – ohne sich mit ihr näher auseinanderzusetzen.
Hier zwei Stimmen aus einem Bericht von Radio Vatikan:
Die katholische Philosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz hat gewarnt, im Zuge von Gender-Theorien die Unterschiede von Frau und Mann allein als gesellschaftliches Konstrukt zu beschreiben. «Der Mensch ist mehr als eine leere Projektionsfläche, die es nach eigenem Belieben und mit beliebiger Zielrichtung zu füllen gilt», sagte die an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. im niederösterreichischen Heiligenkreuz lehrende Philosophin am Wochenende bei einer Tagung der Katholischen Akademie Freiburg.
Daher greife es zu kurz, die Frage nach der menschlichen Identität nur mit Verweis auf wandelbare Rollen und Inszenierungen zu beantworten. «Wir landen in einer Sackgasse, wenn wir versuchen, die Bedeutung von Natur und Kultur getrennt zu betrachten.»
Dagegen betonte der Wiener Theologe Gerhard Marschütz, moderne Gender-Theorien könnten Theologie und Religion wichtige Impulse geben. Auch leugneten die Gender-Theoretiker keineswegs die Unterschiede in Natur und Biologie von Frau und Mann. «Aber sie fordern uns heraus, vermeintlich unumstössliche Wahrheiten neu zu überdenken.» Nur wenn sich die Theologie mit neuen Denkrichtungen aktiv auseinandersetze, könne Religion im modernen Diskurs «anschlussfähig» bleiben. Marschütz kritisierte, viele konservative Katholiken lehnten Gender-Ansätze pauschal ab, ohne sich mit deren Argumentation auseinanderzusetzen: «Fundamentalismus hilft uns nicht weiter.» —
Vielleicht hören wir hier im Kommentarbereich vernünftige Argumentationen. Danke im voraus ….

Walter Ludin

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