Abt Basilius Niederberger

Vom heiligen Josef war hier im Konzilsblog schon im Rückblick auf den 10. November 1962 die Rede. Er scheint mehrfach für Schmunzeln gesorgt zu haben. Denn schon zuvor notiert Abt Basilius Niederberger von Mariastein in seinem Tagebuch: «Die Bemerkung eines Bischofs, man solle nur echte Reliquien verehren und die ‹Lac B.M.V.› [Milch der seligen Jungfrau Maria] und das ‹Cingulum S. Joseph› [den Gürtel des hl. Josef] und dergleichen Reliquien solle man ehrfürchtig begraben und nicht mehr erwähnen, erregte Heiterkeit am Grab des hl. Petrus» (22.10.1962).
Abt Basilius Niederberger (1893-1977) war von den Schweizer Benediktinern gezielt ans Konzil gesandt worden. Als Abt Benno Gut von Einsiedeln zum Abtprimas gewählt wurde, verlor die Schweizer Kongregation ihren Präses. Statt wie üblich den neuen Einsiedler Abt, Raymund Tschudi, zum neuen Präses zu wählen, entschied man sich dafür, dieses Amt dem Abt von Mariastein zu übertragen. Denn der Abt von Einsiedeln konnte als solcher ohnehin am Konzil teilnehmen. Einen anderen Abt als ihn zum Präses zu wählen hiess: einen zweiten Benediktinerabt zum Konzil entsenden zu können.
Auszüge aus dem Tagebuch von Abt Basilius ebenso wie weitere interessante Beiträge zum Konzil sowie interessantes Bildmaterial aus dem Nachlass des Strasbourger Bischofs Elchinger sind in einem Themenheft zum Konzil veröffentlicht, das vom Benediktinerkloster Mariastein herausgegeben wurde.
Es ist erhältlich bei der Redaktion «Mariastein», Benediktinerkloster, CH-4115 Mariastein, redaktion@kloster-mariastein.ch für CHF 5.– plus Versandspesen.
(emf)

Konzilsblogteam

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