Wien: Die Hälfte der erwachsenen Taufwerber sind Muslime
Hier ein Abschnitt aus der Agenturmeldung und dann mein Kurzkommentar:
«Die steigende Zahl an Taufwerbern aus islamischem Kontext ist laut der Expertin vor allem dem kirchlichen Engagement in der Flüchtlingsbetreuung geschuldet. «Flüchtlinge sehen in Lagern in Jordanien oder im Libanon immer wieder, dass islamische Hilfsorganisationen vor Ort Christen von Hilfsaktionen bewusst ausschliessen. Kommen sie dann nach Österreich, sind sie oft sehr überrascht, dass man sich flächendeckend um sie kümmert, ohne Rücksicht auf Religion oder Herkunft.» Das lasse die Frage nach den Motiven für diese bedingungslose Hilfe aufkommen.»
Wenn ich Mitbrüder fragte, die in Tansania als Missionare wirkten, warum jemand sich taufen lässt, bekam ich meistens die Antwort: «Sie sehen, wie Christen füreinander da sind und möchten auch so leben.» Die obige Meldung ist eine Bestätigung dafür.
Allerdings gibt es auch eine Kehrseite: Man hat schon oft daran erinnert, dass die Kirche im Norden Missionare in den Süden schickte, um die christliche Nächstenliebe zu propagieren. Wenn dann Menschen aus diesen Ländern zu uns kommen (als Studenten, Flüchtlinge usw.) spüren sie oft das Gegenteil von dem, was die Missionare ihnen verkündigten. Sie stossen auf Ablehnung, Hass, Vorurteile … Ein Gegenzeugnis zur christlichen Botschaft.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant