Verheiratete Priester: Gespäch mit dem Papst

Als die dt. Bischöfe mit dem Papst über verheiratete Priester sprachen, habe dieser «nicht abgewunken» (»abgewinkt» wäre wohl sprachlich besser gewesen), hiess es in einer Meldung der katholischen Nachrichtenagentur Österreichs. Immerhin ein Hoffnungszeichen …
Die deutschen Bischöfe haben nach den Worten des Hamburger Weihbischofs Hans-Jochen Jaschke mit Papst Franziskus über alternative Modelle gesprochen, wie in Gegenden mit geringer Priesterzahl künftig Sonntagsgottesdienste gefeiert werden können. Dabei sei es um «andere Formen von Priester sein und verheiratete Priester» (Viri probati) gegangen, und der Papst habe «nicht abgewunken», sagte Jaschke am Wochenende in der SWR-Talkshow «Nachtcafe», deren Thema «Das Kreuz mit dem Sex» lautete. Indes ist der Papst für Jaschke «kein Diktator» und muss Entwicklungen «weltweit akzeptabel» machen können. Das Gespräch zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und dem Papst hatte im Rahmen des Ad-limina-Besuchs im November stattgefunden. Jaschke sprach sich im «Nachtcafe» für einen «unverkrampften Umgang mit Homosexualität» aus. Es sei «totaler Unsinn», wenn ein angehender Geistlicher glaube, er könne mit der Priesterweihe gegen seine Homosexualität angehen. Der Weihbischof stellte mit Blick auf seine Kirche klar: «Wir sind keine homosexuelle Bande, die in Frauenkleidern rumläuft.» Ob Schwule Priester werden können sollten, darüber könne man streiten. Allerdings will Jaschke keinen Klerus, der zu stark von Homosexuellen dominiert sei. Der Männerklerus sei «schon schlimm genug».

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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