Im Buch «Nennt uns nicht Brüder» aus dem Jahre 1985 finde ich ein schreckliches Zitat über die Frauen. Die Sätze wurden kurz vorher – 1979 – geschrieben, von einem Mainzer Professor für Sozialethik (der 1985 immer noch im Amt war). Titel: «Feminine Anarchie – Nährboden des Anarcho-Terrorismus»:
«Dem Weib ist es gelungen, sich selbst wegzuemanzipieren. Übrig bleibt ein Nichts. (…) Wenn Frauen unbehaust sind, dann ‹entbergen› sie sich hyänenhaft furchtbar, dann machen sie Angst, dann verbreiten sie Schrecken, dann werde sie eben zu ganz natürlichen, gleichsam geborenen Agentinnen des Terrors.«
Wie sehr emanzipierte (freche …) Frauen Kirchenmännern Angst machen können, erlebte ich an der Bischofssynode 1980. Kardinal Ratzinger hatte in der dt.sprachigen «Presseteee» im Campo Santo über Humanae vitae referiert. In der vordersten Reihe sass unsere Kollegin Monika Kringels-Kemen vom Westdeutschen Rundfunk, eine sehr vife, attraktive Frau (»Ich gehe jede Woche unter die Höhensonne», hatte sie mir verraten.) Tags darauf ging Ludwig Kaufmann zu Ratzinger für ein Interview. Der Kardinal begrüsste ihm mit banger Stimme: «Was war das gestern für eine abenteuerliche Frau????»
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.blogs-kath.ch/als-emanzipierte-frauen-in-der-kirche-terror-angst-weckten/