Kirchenbilder

Die katholische Ekklesiologie steht in der Mitte des 20. Jahrhunderts ganz im Bann der Enzyklika Mystici Corporis von Pius XII. (1943). Entsprechend wachsam wird in der Theologischen Kommission der Philips-Text darauf geprüft, ob er das Motiv des Leibes Christi hinreichend prominent enthält. Gegenläufig dazu machen sich Einsichten geltend, dass das Motiv vom Leib Christi nicht als logisches Konzept dienen kann, aus dem Kirchenstrukturen deduziert werden können. Eine grössere Nähe zum biblischen Befund wird gesucht – und dabei wächst die Aufmerksamkeit für die Vielfalt biblischer Bilder für die Kirche. Philips verwendet in diesem Sinne zwei Artikel auf die biblischen Kirchenbilder, von denen einer ausschliesslich den biblischen Aussagen über den Leib Christi, der zweite anderen Kirchenbildern gewidmet ist. Dies wird in der Vollversammlung der Kommission für die Glaubenslehre am 6. März 1963 einerseits gewürdigt, andererseits aber angefochten (vgl. Wa 374f). Philips sagt zu, für diesen Abschnitt noch stärker auf die Enzyklika Mystici Corporis zurückzugreifen.
Im verabschiedeten Konzilstext wird LG 6 diverse Bilder für die Kirche Revue passieren lassen, LG 7 aber auf die Kirche als Leib Christi eingehen. Zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar ist, dass im Laufe der Zeit unter den biblischen Motiven jenes vom Volk Gottes am stärksten auf die Kirchenkonstitution Einfluss nehmen wird.
(emf)

Konzilsblogteam

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