Nachdem ich schon vier Mal in Afrika eine lebendige Kirche erlebt habe und 1994 an der 1. Afrika-Synode überraschend viele aufgeschlossene Bischöfe getroffen habe, ist meine Sympathie für die afrikanische Kirche recht gross. Umso enttäuschter bin ich, wenn ich gewisse Voten der gerade abgeschlossenen Synode lese. Zum Beispiel:
Der konservative afrikanische Kardinal Robert Sarah hat bei der Bischofssynode in Rom mit scharfer Kritik an westlichen Werthaltungen und kruden Vergleichen für Aufsehen gesorgt.
«Was im 20. Jahrhundert Nazi-Faschismus und Kommunismus waren, das sind heute westliche Ideologien über Homosexualität und Abtreibung sowie der Islamistische Fanatismus», sagte Sarah in seinem Redebeitrag bei der Synode zu den Themen Familie und Ehe.
Dazu ein Kurzkommentar des Medien-Monitors der österreichischen Laien- Initiative, dem ich nur zustimmen kann:
«Es ist unverständlich, warum eine Zuwendung der Kirche zu den Homosexuellen der Institution Ehe und Familie schaden soll, meint F.G. Möchte denn Kardinal Sarah homosexuelle Männer an Frauen zwangsverheiraten?»
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant