Ein Riesenbündel Reformwünsche

Die österreichische Laien-Initiative listet ein ganzes Bündel an Reformwünschen auf. Hier die gekürzte Fassung. Ich liess einige wenige weg, die mir zu radikal und missverständlich formuliert vorkamen.
«»¢ Anerkennung der Erkenntnisse der Wissenschaft und fortentwickelter Theologie
«»¢ Erneuerung des ungeeigneten Glaubensbekenntnisses (in dem Jesu Leben und seine Verkündiung –Reich Gottes – überhaupt nicht vorkommt; Anm. von WLu)
«»¢ Die Gottessohnschaft Jesu ist geistig und nicht biologisch zu verstehen
«»¢ Anerkennung der Glaubensvielfalt und der Wandlung religiöser Bedürfnisse
«»¢ Massgeblichkeit des Gewissens
«»¢ Der Sündenablass wird abgeschafft
«»¢ Sorgfältige Überarbeitung des Katechismus, Darlegung des Wesentlichen
«»¢ Reform des Kirchenrechts unter Beachtung der Grundsätze der Subsidiarität und der Verhältnismässigkeit
«»¢ Ausarbeitung einer Verfassung zur Sicherung der Menschenrechte und
Grundfreiheiten in der Kirche sowie der Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit und der Mitbestimmung des ganzen Volkes Gottes
«»¢ Bedauern über die Zurücksetzung vieler Menschen, vor allem der Frauen
«»¢ Geänderte Bewertung der Sexualität und gleichgeschlechtlicher Liebe
«»¢ Absage an jeden Fundamentalismus und an Sondergruppen religiöser Eiferer
«»¢ Rechtes Verständnis der Eucharistie, die kein Opferritus ist
«»¢ Anerkennung der Vielfalt gottesdienstlicher Formen
«»¢ Seelsorgliche Aufgabe als solche aller Getauften
«»¢ Rechtes Verständnis der Heiligenverehrung
«»¢ Bedeutung der Gemeinden und ihrer gewachsenen Strukturen
«»¢ Keine unüberschaubare Grösse von Gemeinden, jede hat Anspruch auf Seelsorger
«»¢ Selbständigkeit der vielfältigen Gemeinden
«»¢ Entwicklung zeitgemässer Liturgieformen
«»¢ Aktive Teilnahme aller an den Gottesdiensten, keine Uniformität
«»¢ Predigt ist ein Glaubenszeugnis, das von allen abgegeben werden kann
«»¢ Der Eucharistiefeier können alle dafür geeigneten Personen vorstehen
«»¢ Offene Einladung zur Eucharistie
«»¢ Neue Formen des Busssakraments
«»¢ Wesen der Ehe und Pflichten
«»¢ Gescheiterte Ehen führen nicht zur Dauerstrafe, Wiederverheiratung zulässig
«»¢ Liebesbeziehung gleichgeschlechtlicher Paare, unter Voraussetzungen Segnung
«»¢ Verantwortete Elternschaft, kein Ausschluss von Methoden der Empfängnisverhütung
«»¢ Kein Recht der Kirche, Mitarbeitern eine bestimmte Lebensform, insbesondere den Zölibat aufzuerlegen
«»¢ Neubestimmung des Bischofsamtes in seiner unterstützenden Funktion
«»¢ Wahl der Bischöfe durch das Gottesvolk, Ausschreibung und Hearing
«»¢ Gemeindeleitung durch Pfarrer oder andere Beauftragte
«»¢ Alle Seelsorger bedürfen der Zustimmung der Gemeinden
«»¢ Einführung des Amtes der Patriarchen für kulturell geprägte Regionen
«»¢ Abschaffung des Kardinalskollegiums
«»¢ Einrichtung der Weltkirchensynode, Verstärkung durch Kräfte aus allen Segmenten des Gottesvolkes
«»¢ Alle Ämter der Kirche stehen Frauen offen
«»¢ Alle Ehrentitel werden abgeschafft
«»¢ Keine Titularbischöfe
«»¢ Ökumenische Zusammenarbeit auch an der Basis, gemeinsame Feiern, auch des Herrenmahls
«»¢ Neugestaltung des Papstamtes, der Bischof von Rom ist auf die Wahrung der notwendigen Einheit in der Vielfalt beschränkt
«»¢ Wahrnehmung der Aufgaben des Petrusdienstes im Einvernehmen mit der Weltkirchensynode
 

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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