Anstelle einer Sonntagspredigt einige «Lebensweisheiten», die mich begleitet haben oder immer noch begleiten.
– In einer Lebensphase, in der ich gestresst war (doch: wann ist ein Journalist ob der vielen Abschlusstermine nicht gestresst??) schrieb ich zuvorderst in meine Agenda die Zeile aus «Jesus Christ Superstar»: «Lass die Welt sich drehn ohne dich.» Und wenn ich zwischendurch nicht «überall dabei» war, machte ich die überraschende Feststellung: Die Welt dreht sich tatsächlich ohne mich …
– Als mir jemand übel zu schaffen machte und ich vor einer Eskalation Angst hatte, fiel mir der Satz von Konstantin Wecker ein: «Freiheit heisst ko Angst vor nix und niemandes.» Und siehe da: Ich spürte, dass ich schwach war, weil ich Angst hatte …
– Wenn ich daran bin, mich zu ärgern, oder wenn jemand sich blöd benimmt, erinnere ich mich an einen «Slogan» aus meiner Zeit in Freiburg: «Je m’en fous.» Flott deutsch zu übersetzen etwa mit: «Was solls?» Schon oft konnte ich dabei Distanz gewinnn.
Ich habe mich hier auf nicht-biblische Mottos beschränkt. Hilfreiche Bibelstellen, die mich begleit(te)en wäre ein anderes Thema.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant