Bekanntlich will kein Politiker vor den Wahlen sich beim Wahlvolk unbeliebt machen. Aber viele meinen, es würde ihnen etwas bringen, wenn sie sich auf Kosten jener profilieren, die nicht wählen können. Zum Beispiel bei den Asylsuchenden.
Gerade gestern fand ich ein grausliges Beispiel: Unser Sozialdirektor, ein CVP-Regierungsrat will, dass Frau Sommaruga Eritrea zu einem sichern Land erklärt – entgegen Expertisen der UNO und vieler anderer … In seiner Partei erhält er Beifall. Wieder einmal: Braucht es eine solche CHRISTENpartei?
-Bekannt ist die Forderung einer anderen Partei, mit Eritrea Verträge abzuschliessen, so dass dieses Land die Flüchtlinge zurücknimmt und sie menschlich behandelt. Wäre wohl gerade so, wie wenn die Schweiz im 2. Weltkrieg mit Hitler vereinbart hätte, die Juden freundlich aufzunehmen.
Zum Glück gibt es in der Öffentlichkeit Gegenstimmen, auch kirchliche, so Bischof Felix Gmür in einem Interview:
«Leider sind manche Politiker gerade in Steuer- und Asylthemen engstirnig. Völlig daneben fand ich den kürzlich geäusserten Vorschlag eines Politikers, die Schweiz solle für Asylanten die Grenzen schliessen. Das bringt einfach gar niemandem etwas – auch der Schweiz nicht.»
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
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