Das reiche Europa denkt «klein und armselig»

Flüchtlinge werden allzu oft als Bedrohung dargestellt; und nicht als Herausforderung zu einem menschlichen, christlichen Verhalten. Zum Glück geben Kirchenleute Gegensteuer. Zum Bespiel der Kölner Kardinal-Erzbischof Wölik. Aus Kirche-in:
«Mit klarer Stimme gab der Kölner Erzbischof Kardinal Wölki seinem Ärger über die beschämende Haltung vieler Zeitgenossen, Behörden und Länder in der Flüchtlingsfrage Ausdruck. «Wo bleibt die Nächstenliebe?, Wo der Satz aus Jesu Munde «Ich war obdachlos und ihr habt mich aufgenommen.»? Es geht nicht um die Pest, die wir uns in Haus holen wollen, sondern um Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Es ärgert mich, dass wir in unserem reichen Haus Europa so klein und armselig denken. Wer die Mutter aus Syrien mit ihrem kleinen Kind oder den nigerianischen jungen Mann draussen vor der Tür stehen lässt, der sperrt Gott aus. So einfach ist das.»
Der Kardinal liess die Glocken des Kölner Doms läuten: 23 000 Schläge für 23 000 tote Flüchtlinge seit 2000.
PS. Bevor jemand kommentiert, wir sollten in unserem Kloster Flüchtlinge aufnehmen, darf ich daran erinnern, dass wir in den letzten 25 Jahren zahlreiche Asylsuchende aufgenommen haben; zum Teil haben wir sie versteckt, wofür der Hausobere gebüsst wurde.

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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