Kardinal König und das erste österreichische Düsenflugzeug

Die Jesuitenzeitschrift entschluss (Wien), deren Redaktionsmitglied ich einige Jahre war, hat 1988 einen von Prof. Herbert Vorgrimler/Münster redigierten Briefwechsel zwischen Karl Rahner und Kardinal König aus der Konzilszeit veröffentlicht. Da die Briefe ja ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren, lassen sie nicht nur einen ungeschützten Blick in das Herz des Konzilstheologen und des Konzilsvaters zu, sondern enthalten auch interessante Randnotizen aus der Alltagswelt der beiden. Am 11.02.1963 schreibt Kardinal König etwa an Bischof Schröffer von Eichstätt:Für Luftfahrt-Interessierte«Exzellenz, von München zurückgekehrt habe ich meine Einladung für die Theologische Kommission in Rom vorgefunden. Gleichzeitig musste ich zu meinem grossen Bedauern feststellen, dass ich für den 20. Februar die Weihe des ersten österreichischen Düsenflugzeugs zugesagt habe. Es handelt sich in diesem Falle um einen Akt, den ich nicht delegieren kann und bei dem ich aus verschiedenen örtlichen Gründen unbedingt anwesend sein muss. Aus diesem Grund kann ich erst am 20. Februar abends nach Rom kommen. Nun sollten aber unsere vereinbarten Besprechungen um 3 Uhr nachmittags desselben Tages beginnen. Ich möchte Dich daher herzlich bitten, die genannten Herren in meinem Namen zu ersuchen, an einem zu vereinbarenden Ort zusammenzukommen, um die erste Kontaktnahme durchzuführen. Ich halte es für ausserordentlich wichtig und hoffe, dass ich dann bei den folgenden Gesprächen dieser Art dabeisein kann. Prof. P. Rahner wird ebenfalls während der Sitzung der Theologischen Kommission in Rom anwesend sein».(Christian Cebulj, vgl. entschluss Nr. 43 [6/1988] 36)

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