Ein gefährlicher Text stand am vergangenen Donnerstag auf der Leseordnung der Werktagsmesse: Die Verheissung Gottes an Abraham er werde «ihm und seinen Nachkommen das Land geben» (in dem er als Fremder weile); Genesis 17.8
Hier einige Bemerkungen, die ich dazu bei der Messe im Luzerner Elisabethenheim gemacht habe.
– Ein Spottwort: «Die wenigstens Israelis von heute glauben an Gott. Aber alle glauben, dass Gott ihnen das Land verheissen hat.» (Lieber Kari; du musst dies nicht mehr kommentieren. Du hast es schon getan und kannst dich auf das Folgende konzentrieren….)
– Wem hat Gott diese Verheissung gemacht. Dem jüdischen Volk, selbstverständlich. Wirklich? Im ganzen Kapitel kommt immer wieder Ismael vor, der als Stammvater der Muslime gilt. Also aus heutiger Sicht: ein gemeinsamer Staat für zwei Völker????
– Bis zur Staatsgründung lebten Juden, Muslime und Christen zumeist friedlich nebeneinander oder sogar miteinander (gewiss, es gab Ausnahmen. Auch darüber muss Kari mich nicht mehr belehren…)
– Die Propheten mahnten immer wieder das Volk: Ihr könnt im Land bleiben, wenn bei euch Gerechtigkeit herrscht. Sonst ………
– Darf ich noch ein Jesus-Zitat anfügen: «Selig, die keine Gewalt anwenden. Denn ihnen gehört das Land.»
Die Diskussion ist eröffnet!
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
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