Dom Hélder Camara schrieb während der Konzilszeit Rundbriefe an seine «geliebte Familie» (A querida Família do …), d.h. an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Brasilien, in denen er über die Ereignisse auf dem Konzil und seine Bücherlektüren u.a. berichtete. Diese Circulares sind eine einzigartige Quelle für sein Leben aber genauso für die Konzilsgeschichte aus der Sicht eines Teilnehmers. Über den Einfluss Câmaras auf das Konzilsgeschehen urteilte der belgische Konzilstheologe Charles Moeller: «Es war ein Bischof aus Lateinamerika, von dem der Anstoss kam, der zum Beschluss führte, ein Schema über die Kirche in der Welt zu verfassen. Dom Hélder Câmara, zu dieser Zeit Weihbischof von Rio de Janeiro, hörte nicht auf, mit seinen Besuchern über die Probleme der Dritten Welt zu sprechen. Ohne Unterlass wiederholte er: ‹Was sollen wir also jetzt tun? … Sollen wir unsere ganze Zeit darauf verwenden, interne Probleme der Kirche zu diskutieren, während zwei Drittel der Menschheit Hungers sterben?›»(Giancarlo Collet)
Konzilsblogteam
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https://www.blogs-kath.ch/dom-helder-camara-ein-unermuedlicher-briefschreiber-und-inspirator/