Keine «künstliche» Empfängnisregelung, «auch wenn die Welt unterginge»

Zwar steht die Kehrwende (»Bekehrung»?) in Sachen natürliche/»übernatürliche» Mittel der Empfängnisregelung noch aus. Aber immerhin: Töne, wie sie aus Rom unmittelbar nach Veröffentlichung von Humanae Vitae zu hören waren, sind heute unvorstellbar: Auf die Frage, «ob die Kirche auch eine hoffnungslose Überbevölkerung der Welt in Kauf nehmen würde, um ihre traditionelle Lehre zu verteidigen», antwortete ein gewisser in Rom tätiger «Theologe» Jan Visser:
«Ja, wenn sie wirklich überzeugt ist, dass das das Gesetz Gottes ist, würde ich denken. Auch wenn die Welt untergehen würde, Gerechtigkeit soll geschehen!»
Übrigens: Papst Paul VI. hat damals in seiner Botschaft an den dt. Katholikentag behauptet, seine Enzyklika habe grösstenteils Zustimmung erhalten. Wie das? Es wurde später bekannt, dass auf allen Zeitungsauschnitten, welche das Staatssekretariat dem Papst über Humanae Vitae vorgelegt hat, das Aktvermerk «p» wie «positiv stand. «n» wie negativ wurden Paul VI. vorenthalten …

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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