Muslimische «Märtyrer» sind nicht «rechtgeleitet», sondern völlig irregeleitet

Wer den Koran liest, stolpert öfters über das Wort «Rechtleitung». Was ist damit genau gemeint?Gemäss Wikipedia bedeutet das Wort «die praktische Leitung der individuellen Lebensführung und des Gemeinwesens gemäss göttlichem Willen, den der Prophet Mohammed zu vermitteln beansprucht.»
Auf diesem Hintergrund können wir die These aufstellen, dass die muslimischen «Märtyrer» aufs höchste irregeleitet sind. Dazu mein lieber Kollege Thomas Seiterich im neuesten Publik-Forum:
«Die Attentäter in Paris, London, Madrid, New York oder des Islamischen Staates berufen sich auf sogenannte dschihadistische Theologen, vornehmlich im Internet. Diese jedoch sind von keiner der theologischen Autoritäten anerkannt. Es gibt kein fachliches Gespräch zwischen den anerkannten Theologen des etablierten Islams, die aus der reichen islamischen Überlieferung schöpfen, und den theologischen Mordhetzern, die in der Community der Theologen nicht anerkannt sind. Eine Nichtkommunikation mit fatalen Folgen. Theologisch gilt im sunnitischen Islam erstens: Selbstmord ist Sünde, da er das Gottesgeschenk des Lebens abweist. Zweitens: Töten im Kampf ist nur erlaubt, wenn der Islam, sein Gebiet oder die Gemeinschaft der Glaubenden gewaltsam angegriffen werden. Bei diesem erlaubten Defensivkampf ist die Tötung von Nichtkombattanten nicht erlaubt. Dies gilt im Falle Paris für die Zeichner genauso wie für Redakteure, Geiseln und Polizisten.»
Thomas folgert:
Mit Bezug auf den Koran «Suizidattentäter zu werben und ihre Taten zu rechtfertigen ist völlig wider die Lehrtradition.»
 

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.blogs-kath.ch/muslimische-maertyrer-sind-nicht-rechtgeleitet-sondern-voellig-irregeleitet/