Wo Frustrierte Anerkennung finden: als Terroristen

«Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen»: Dies schreibt ein islamistischer Krieger, das Maschinengewehr in der Hand, mit Blut auf eine Mauer. So sieht der Karikaturist Gerhard Mester im Publik-Forum die Absurdität, dass Terroristen sich auf Allah berufen.
In der gleichen Nummer wird eine Statistik aufgeführt, die ahnen lässt, dass die Krieger des Islamischen Staates/IS eher aus Frustration denn aus Glaubensüberzeugungen handeln. Demnach hatten nur 6 Prozent der Männer, die aus Deutschland als Salafisten in den «Dschihad» zogen, eine abgeschlossene Ausbildung. Nur 12 Prozent hatten eine Beschäftigung, vorwiegend im Billiglohn-Sektor.
Ein dt. Erziehungswissenschafter  meint dazu, in den radikalen Gruppen würden Muslime – wie Neonazis in rechtsradikalen Formationen – «autoritäre Formen der Anerkennung und Einbindung, Kameradschaft und Gemeinschaftsgefühle sowie Aufgaben in einer klaren Ordnung finden».
Hier, bei sozialen Massnahmen, wäre anzusetzen! Sie brächten wohl mehr als repressive Massnahmen, so wichtig sie im Augenblick auch sein mögen….

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.blogs-kath.ch/wo-frustrierte-anerkennung-finden-als-terroristen/