Ich weiss nicht mehr, woher diese Satze stammen: «Ziehen wir es vor, das süsse Kind in der heimeligen Krippe zu lassen, als uns mit dem widerständigen erwachsenen Jesus herumzuschlagen. wärmen wir uns nicht lieber an der kerzenbeleuchteten Stallwärme, als der Realität ins Auge zu sehen…?
Zu dieser Realität gehörten damals die Volkszählung, die von fremder Macht durchgeführt wurde, um Steuerlisten zusammenzustellen. Zu dieser Realität gehörten die Hirten: nicht rührselige Gestalten, sondern Menschen ganz am Rande der Gesellschaft. Über ihnen, den Ausgebeuteten, Ausgestossenen, Vergessenen öffnete sich der Himmel: «Friede auf Erden den Menschen.»
Als Jesus erwachsen geworden, verkündet er diesen Frieden: keinen faulen Frieden, sondern einer der auf Gerechtigkeit ruht. Und Jesus hat seine Jünger/innen aufgerufen, etwas für diesen Frieden in Gerechtigkeit zu tun:
z.B, Hungrige zu nähren
Verzweifelte zu trösten
Obdachlose und Fremde aufzunehmen.
Kurz zusammengefasst: Jesus lud seine Jünger/innen, oder besser gesagt: er lädt uns alle dazu ein, Mensch und Mit-Mensch zu sein, nicht bloss Nebenmenschen, Gegen-Menschen/Konkurrenten.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen – auch den Usern dieses Blogs – ein frohes Fest der Menschwerdung.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.blogs-kath.ch/nicht-bloss-das-suesse-kind-die-realitaet-von-weihnachten/