Die orthodoxe Praxis, Zweit- und Drittehen zu segnen, sei verwerflichen. Denn sie sei unter staatlichem Einfluss entstanden. Dies meinten an der Bischofssynode etliche Bischöfe. Ausgerechnet sie, als Bischöfe! Denn ihr Titel stammt aus dem Bereich des Staates. Unter «Diözesen» waren «Untergliederungen des römischen Reiches» (Wiki). Gegen solche «staatliche Einflüsse» hat keiner der Würdeträger etwas.
Zu den Orthodoxen: Es wurde schon vielfach erwähnt, wie selektiv die Referenzen der katholischen Kirchenleitung ist. Wenn es um das Frauenpriestertum geht, heisst es: «Auf keinen Fall. Die Orthodoxen wären verärgert.» Wenn es um verheiratete Priester geht, will man «selbstverständlich» nichts wissen von der orthodoxen Praxis.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.blogs-kath.ch/staatliche-einfluesse-auf-die-kirche/