Mit Blick auf mögliche Interventionen ausländischer Kräfte im Irak erinnerte der chaldäische Erzbischof von Mossul, Shimoun Amel Nona daran, dass es «im Irak schon viele Kriege gegeben hat. Doch die militärischen Interventionen tragen nicht zur Lösung der Probleme bei. Früher oder später brechen die Konflikte erneut und heftiger wieder aus. Es muss geduldig nach einer gemeinsamen Sprache gesucht werden, damit wir Instrumente für einen Dialog finden, an dem alle Iraker beteiligt sind.»
Nur zwei Bemerkungen:
1. Der letzte Satz tönt erst mal sehr abstrakt.
2. Dahinter steht aber die Erfahrung, dass die USA (nicht nur sie …) in den letzten Jahren im Irak eine Regierung geduldet und unterstützt haben, die weite Teile der Bevölkerung ausgrenzte. Friedensprävention hätte geheissen, alle gesellschaftlichen Kräfte zu integrieren …
Übrigens: In der gleichen Quelle (Forum Weltkirche» finde ich eine Aussage eines katholischen Bischofs aus Nigeria, der eine ausschliesslich militärische Lösung im Kampf gegen die Terrorbanden von «Boko Haram» ablehnt. Viel wichtiger sei der Kampf gegen Korruption und Ungerechtigkeit …
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.blogs-kath.ch/die-leidige-frage-militaerische-interventionen/