Was bleibt von einer Predigt?

Ein guter, regelmässig «praktizierender» Katholik, der 80 wird, hat in seinem Leben wohl an die 4500 Predigten gehört. Was bleibt davon? Wenn ich an mich denke: recht wenig. So erinnere mich nur an ganz wenige Sätze, die ich während meinen vier Jahren Internat in den Predigten gehört habe.
Zum Glück gibt es doch noch aufmerksame Zuhörer und Zuhörerinnen, die auch nach einem Gottesdienst noch recht gut wissen, was gepredigt wurde. Zu ihnen gehört offensichtlich die – dichterisch begabte – Kapuzinerin Sr. Priska Müller (Jg. 1928) vom Kloster Gerlisberg Luzern. Sie überraschte mich diese Woche mit einer Zusammenfassung meiner Predigt vom letzten Sonntag:
Das Reich Gottes
 
Jesus verkündet:
Das Reich Gottes ist nahe
Gottes Reich ist Seine Liebe
Seine Liebe zu
Allen Menschen
Zur ganzen Schöpfung
 
Gottes Reich verwirklicht sich
Im liebenden Miteinander
Unter den Menschen
In der Gesellschaft und Wirtschaft
 
Gottes Reich ist Friede
Darum beten wir im Vater unser:
Dein Reich komme, Vater
Damit Du durch deine Gnade herrschest
Dein Wille geschehe
Die Nächstenliebe
Dass alle Menschen Nahrung haben
Verzeih uns unsre Schuld
Und die Menschen einander verzeihen
Dass die Liebe das Böse besiege
 
Vater unser, Dein Reich komme
 
(Man vergleiche diese Zusammenfassung mit meinem Blogeintrag vom vergangenen Sonntag!)

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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