Sterbehilfe droht zu eskalieren: «Altersfreitod»

Bisher wollte man nur Todkranken helfen, aus dem Leben zu scheiden. Nun soll Sterbehilfe für «ohne medizinische Diagnose» möglich sein, meinte man an einer Versammlung von Exit.  Ein Theologe warnt …
Zuerst aus einem KIPA-Bericht über Exit:
Der «Altersfreitod» werde in der heutigen Gesellschaft zunehmend thematisiert, meint man bei Exit. «Angesichts steigender Lebenserwartung, verbunden mit Hochleistungsmedizin und individuell geprägter Lebensgestaltung», müsse man sich offen mit dem Thema des «Bilanz-Suizids» auseinandersetzen und sich der «Entscheidungsfreiheit betagter Sterbewilliger» stellen. (…). Es müsse diskutiert werden, ob bei betagten Sterbewilligen auch der Verlust des sozialen Netzes oder die drohende Pflegeabhängigkeit als legitimer Sterbewunsch mit ärztlicher Begleitung gelten solle.»
Dazu die Warnung eines Theologen, der die gleiche Position vertritt wie ich hier vor Wochen im Blog. Er ist gegen das, was das deutsche «Unwort» vom «sozialverträglichen Ableben» meint:
Der Theologe Frank Mathwig, Beauftragter für Theologie und Ethik beim Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, warnt davor, dass mit einer Liberalisierung der Suizidhilfe der Druck auf ältere Menschen weiter zunehmen werde, über einen Suizid die Gesellschaft finanziell zu entlasten. Mathwig gegenüber der Zeitung: «Es darf nicht sein, dass der Mensch nur noch Mensch ist, solange er nicht anderen zur Last fällt. Sonst wird unsere Pflicht zur Fürsorge und Solidarität pervertiert.»

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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