«Möge das nie mehr vergessen werden»

In der ersten Konzilssession wird insbesondere die Freiheit der Auseinandersetzungen als bemerkenswert wahrgenommen. Nicht wenige führen sie auf die ermutigende Einladung von Papst Johannes XXIII. zurück. So auch ein Kommentar in der Herder-Korrespondenz:«Darüber hinaus war Johannes XXIII., obwohl nicht persönlich anwesend, so doch immer im Hintergrunde mit seiner Autorität zugegen, die die Freiheit und selbst die Kühnheit der Rede schützte, die anderseits den Geist der Liebe und Geduld verkörperte und durch ihr Beispiel dazu ermahnte, die also das Gewissen und die Verantwortung der Bischöfe stärkte. Es mag wohl manchmal ein Bischof sich gefragt haben, ob er selbst oder ob der andere noch ganz rechten Glaubens sei. Der Papst hat in seiner Abschiedsrede beruhigend gesagt, es sei ‹die heilige Freiheit der Kinder Gottes› gewesen, die sich in den Kontroversen bekundet habe. Möge das nie mehr vergessen werden».(HerKorr 17 [1962/1963] 191; emf)

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