3000 Fr.: eine Putzfrau arbeitet einen Monat, ein Manager 4 Minuten und 7 Sekunden.

Nehmen wir an, jemand (etwa eine Putzfrau äh Reinigungskraft) verdient im Monat 3000 Franken. Für diese Summe hätte Brady Dougan von der Credit Swiss 4 min. 7 sec. arbeiten müssen (2009 Spitzenverdienst von 91 Mio). Der Novartis-CEO Joseph Jimenez müsste 28 min. 19 sec. arbeiten (2012 13.2 Mio).
Dies erfahre ich aus dem Rechenschieber, den ich von der Gewerkschaft UNIA am Bahnhof bekommen habe zur Initiative 1:2. Dort steht ein Zitat der Theologin Monika Schmid: «Führungskräfte mit Gespür für soziale Gerechtigkeit bringen einen andern Geist in die Firma. Solidarität schafft ein Klima der Arbeitszufriedenheit – gegen jede Form von Verantwortungsverwahrlosung.»
Und ich frage mich: Was ist von Managern zu halten, welche drohen, die Schweiz zu verlassen, wenn sie nur noch eine knappe Millionen verdienen würden? Sollen wir für sie eine Kollekte durchführen, um sie zum Bleiben zu bewegen?
 
 

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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