Es ist offenkundig: Gerade «Papsttreue» gehen immer stärker auf Distanz zum heutigen Papst. Dies bestätig meine These, dass viele so handeln: «Papsttreu bin ich nur so lange, wie der Papst meine eigene Meinung teilt.»
Dazu eine Satire in «Kirche in» (Wien). Ein fiktiver Monsignore betont, «romtreu» heisse nicht immer, «papsttreu». Denn Päpste kommen und gehen. Die Kurie bleibt für alle Zeiten. Ihr muss man gehorsam sein, und nicht immer dem Papst. – Entlarvend.
Nun eine Meldung der katholischen Agentur von Österreich:
Erzbischof: Teile der Kirche fühlen sich von Franziskus bedroht
Nach Einschätzung des argentinischen Erzbischofs und Papst-Vertrauten Victor Manuel Fernandez fühlen sich Teile der katholischen Kirche vom Auftreten des ersten lateinamerikanischen Kirchenoberhauptes bedroht. In einem Interview der argentinischen Tageszeitung «Clain» (Sonntag) sagte Fernandez, es gebe Kräfte in der Kirche, die teils aus dem konservativen Lager stammten und durch die bisherige Amtsführung von Papst Franziskus ihren Einfluss verloren hätten. «Dieser Papst ist ein Mann, der sich immer mit Wagemut anderen Wegen, dem Wandel und Neuigkeiten gegenüber aufgeschlossen zeigt», erläuterte Fernandez.
Erzbischof Fernandez ist Rektor der Päpstlichen Katholischen Universität von Argentinien und arbeitete an der Seite des damaligen Kardinals Jorge Bergoglio am Schlussdokument der fünften Vollversammlung des lateinamerikanischen Bischofsrates (CELAM) mit.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.blogs-kath.ch/wenn-papsttreue-sich-vom-papst-distanzieren/