Die Kirche ist nur in zwei, höchstens drei sozialen Milieus, vor allem in den traditionellen, einigermassen verwurzelt. So hiess es am Samstag an der Herbsttagung des Kt. Seelsorgerates Luzern. (Ich berichtet darüber in der KIPA).
Und was schon oft gesagt wurde: In Afrika werden Kinder von «Heiden» Christen; bei uns Kinder von Christen (Neu)»Heiden». Was lässt sich dagegen tun? Sicher nicht so aufdringlich missionieren, wie ich es hier am Sonntag geschildert habe.
Aber einfach nix tun? Dazu ein Bericht aus Wien über den dortigen Dialogprozess:
Der Ex-ZIB(Tagesschau)-Moderator und Kommunikationstrainer Gerald Gross appellierte schliesslich an die Kirchenleitung wie alle Delegierten, nicht im internen Prozess steckenzubleiben. Gross bezeichnete sich selbst als «Taufscheinkatholik», mit 18 Jahren habe er sich von der Kirche entfremdet. «Und niemand hat auch nur einmal gesagt, dass er mich in der Kirche vermisst.» Gross in Richtung Delegierte: «Gehen sie hinaus zu den Menschen. Die warten darauf, angesprochen zu werden.»
Ja, wem haben wir schon mal gesagt, dass wir ihn/sie in der Kirche vermissen???
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant