«Israel hat 1967 die historische Chance verpasst, aus einer Position der Stärke heraus im Austausch gegen die besetzten Gebiete einen wirklichen Frieden zu erreichen und an der Errichtung eines friedlichen unabhängigen arabischen Staates Palästina mitzuarbeiten.» So schreibt Hans Küng im 3. Band seiner Memoiren.
Küng hat sich intensiv mit dem Judentum und mit Israel befasst. Unter den Juden hat er viele Freunde. Trotzdem wagt er zu schreiben, dass Israel, «die stärkste Militärmacht des Nahen Ostens», eine «ausgleichende Lösung des Konflikts immer wieder planmässig hintertreibt».
Er bekennt auch, dass er 1967, während des Sechstagekriegs völlig unkritisch hinter Israel stand. Ich muss mich ihm anschliessen.
Damals war ich im Noviziat. Ich erinnere mich noch, wie wir ganz begeistert die damals noch im Brevier stehenden Fluchpsalmen in «Richtung Palästinenser» gebetet haben …
PS: Weitere Zitate von Hans Küng folgen.
Auf meinem Blog habe ich das Thema Palästina/Israel schon öfter behandelt, vor allem auch mit Zitaten von Marlène Schniepers Nakba-Buch. Im Archiv suchen lohnt sich…
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.blogs-kath.ch/israel-hintertreibt-loesung-im-palaestina-konflikt-hans-kueng/