Fleischproduktion: «Kühe gehören auf eine Wiese» (Jürgen Moltmann)

Das Tier ist ein ‹Mitgeschöpf› des Menschen, und der Mensch ist ein ‹Mitgeschöpf› der Tiere.» Dies betont der bekannte evangelische Tübinger Theologe Jürgen Moltmann im Publik-Forum Extra «Respekt»:
«Der gemeinsame Rahmen ist die Schöpfungsgemeinschaft, in der auch Gott, der Schöpfer, präsent ist. Diese theologische Sprache ist in deutschen Gesetzbüchern neu, aber sie trifft das Verhältnis von Menschen und Tieren sehr gut. Tiere sind keine Sachen und keine Produkte, sondern Lebewesen eigenen Rechts. Diese Tatsache zu respektieren heisst, die Massentierhaltung zum Zweck der ‹Fleischproduktion› einzustellen und eine artgerechte Tierhaltung einzuführen. Die industrielle ‹Fleischproduktion› ist nicht nur eine Brutalität gegenüber Tieren, sondern auch gesundheitsgefährdend für den Menschen und eine Zerstörung der Umwelt. Eine Kuh gehört auf eine Wiese.

Die moralischen Kosten liegen in dem wachsenden Zynismus gegenüber fremden Leiden in hochindustriellen Gesellschaften. Wie kann man Ehrfurcht vor der Würde anderer Menschen verlangen, wenn man die Würde der Tiere missachtet? Das bedeutet auch, den Fleischverzehr einzuschränken und wie die Stadt Bremen einen ‹vegetarischen Tag› einzuführen als Zeichen dafür, dass Töten und Essen von Tieren nicht zu der Welt gehören, die ‹sehr gut› zu nennen ist.

Übrigens: Den «vegetarischen Tag» hatten wir ja mal in der katholischen Tradition!
Zudem: Mein Mitbruder Anton Rotzetter setzt sich sehr für die Würde der  Tiere ein, vor allem im Rahmen der von ihm präsidierten http://www.aktion-kirche-und-tiere.ch/
 

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.blogs-kath.ch/fleischproduktion-kuehe-gehoeren-auf-eine-wiese-juergen-moltmann/