Welchen Leitlinien folgen die Schweizer Kapuziner in ihrem franziskanischen Orden? Dazu Provinzial Ephrem Bucher in seinem Rechenschaftsbericht an die Delegiertenversammlung (»Provinzkapitel»), das diese Woche in St. Maurice stattfindet (einige Auszüge):
o Wir bemühen uns, lebbare Gemeinschaften zusammenzustellen, um so eine Grundlage für eine menschliche und brüderliche Atmosphäre zu schaffen (was Häuserschliessungen zur Folge hat).
o Wir pflegen das Gebet, die Meditation und die Liturgie als Quelle all unserer Aktivitäten.
o Wir bemühen uns um einen bescheidenen Lebensstil, um so eher solidarisch zu sein mit den weniger Begüterten in unserer Gesellschaft und um Mittel für materielle Solidarität frei zu bekommen.
o Wir leben und gestalten eine brüderliche Ökonomie, die im Gegensatz steht zur kapitalistischen Ökonomie mit ihrer Priorität: Kapitalvermehrung.
o Wir halten unsere Häuser offen für Hilfesuchende jeder Art: materiell, spirituell, und psychisch Bedürftige.
o Wir unterstützen den weltweiten Orden und die Kirche lokal und weltweit, personell und materiell, soweit uns das möglich ist, ohne die Gemeinschaften zu überfordern.
o In unseren pastoralen Aktivitäten achten wir mehr auf die Bedürfnisse der Gläubigen, denn auf den Erhalt von Strukturen.
o Wir entwickeln ein Verständnis für die Migranten in der Schweiz und treten jeder Form von Rassismus entgegen.
o Wir betrachten das Engagement für Friede, Gerechtigkeit und Umwelt als eine unserer zentralen Aufgaben in der heutigen Gesellschaft.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
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