… für die Schweizer Bischöfe
Michael Meier schrieb im Tages-Anzeiger über die Armuts-Provokation des neuen Papstes:
«Die grösste Herausforderung (von Papst Franziskus an die Schweizer Bischöfe) ist zweifellos Franziskus’ Programmwort von der «armen Kirche für die Armen»: Es könnte die reiche Schweizer Kirche zu einer Neubesinnung stimulieren – oder noch mehr in Verlegenheit bringen. Die Bischöfe müssen sich fragen, wer bei uns die Nackten und Ausgeschlossenen sind, auf die Franziskus in seiner Antrittspredigt mit Berufung auf den Evangelisten Matthäus verwiesen hat. Das Beispiel des Papstes, der Behinderte, Aidskranke und Fremde küsst, wirft die Bischöfe auf sich selber zurück: Wann waren sie letztmals im Jugendgefängnis, im Hospiz, im Frauenhaus, in der Asylunterkunft?
Der Lebensstil als Provokation
Vor allem provoziert der Hirte aus Argentinien mit seinem schlichten Lebensstil. Die Schweizer Oberhirten residieren in bischöflichen Prachtbauten und Palästen, umsorgt von einem ganzen Stab von Personal. Müssten sie es jetzt nicht Erzbischof Jorge Bergoglio gleichtun, der den bischöflichen Palast in Buenos Aires mit einer Kleinwohnung tauschte und auf Koch wie Chauffeur verzichtete?»
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Was das Auto betrifft: Ich kenne die Automarken unserer Bischöfe nicht. Anton Hänggi hatte einst einen «Käfer». Ich kann mir vorstellen, dass kein Bischof ein solches Auto hat wie Huonder, der seine Mitarbeiter die «reiche Kirche» Schweiz angreifen lässt. (Mutter Gracia meinte sogar, neben jeder Kirche einen pfarrherrlichen Mercedes gesehen zu haben ….)
Am ehesten sind wohl die dt. Bischöfe wegen ihrem Fuhrpark zu kritisieren (nicht nur, auch wegen dem kräftigen CO2-Ausstoss.) Während eines dt. Katholikentages sah ich mal die Mercedes des «Vorsitzenden» (der Bischofskonferenz) neben jenem des Bundestagspräsidenten. Zum Verwechseln ähnlich ….
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant