In der Vorbereitungszeit des Konzils wirken lediglich sieben Laien im Administrativ-Sekretariat sowie ein Laie in der Kommission für das Studium und die Seminare mit. Kein einziger Laie gehört jener Kommission an, die über das Apostolat der Laien berät. Julius Kardinal Döpfner notiert im April 1961 als Vorbereitung auf eine Audienz bei Papst Johannes XXIII.: «Bisher sind keine Laien in die einzelnen Kommissionen berufen worden. Doch scheint es ratsam zu sein, wenn vor dem Zusammentritt des Konzils für einzelne Fragen (z.B. Grenzfragen zwischen Theologie und Naturwissenschaft, Laienapostolat, moderne Publikationsmittel) fachkundige Laien zur Begutachtung herangezogen werden. Dieses Vorgehen, das nicht der hierarchischen Struktur der Kirche und dem Begriff eines ökumenischen Konzils widerspricht, würde einen sehr positiven Widerhall in- und ausserhalb der Kirche finden» (Dö 149; vgl. Dö 155.156f.167). Das Drängen auf die Berufung von Laien als Experten bleibt zunächst erfolglos. Zur zweiten Konzilssession jedoch wird eine Gruppe von 13 Laien als Beobachter eingeladen. In der dritten Sitzungsperiode werden Frauen dabei sein.Bereits ab dem 21. November 1962 nimmt der Franzose Jean Guitton an den Konzilssitzungen teil. Er hat seinen Platz unter den nichtkatholischen Beobachtern: «eine etwas anomale Situation für einen katholischen Christen, wenn sie auch dazu dienen konnte, die ekklesiologische Qualität jener nicht vollberechtigten Mitglieder des II. Vatikanums deutlich sichtbar zu machen» (Melloni, in: A 3,33).Diese Platzierung wird sich in der zweiten Konzilssession verändern, und drei Laienauditoren werden sogar in der Konzilsaula sprechen.(emf)
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