Martin Werlen an der UniluIch muss keinen Bericht über den gestrigen Vortrag von Abt Martin schreiben. So kann ich mich hier auf einige Häppchen beschränken.– Am Anfang wurden einige progressive Ideen eines gewissen Prof. Ratzinger zitiert. (Martin sagte mir beim Apéro: «Eines der Zitate habe ich in deinem Blog gefunden…). So aus der «Einführung in das Christentum» die Klage, dass Amtsträger «der Glaubwürdigkeit der Kirche im Wege stehen». (Unheimlich, diese «prophetische Gabe». Dies ist ein Kommentar von mir…)- «Eine Infragestellung kirchlicher Einrichtungen gilt als Angriff gegen die Kirche.» Doch Prof. Ratzinger (sinngemäss). Wenn ein Satz aus päpstlichem Mund in Frage gestellt wird, wittern manche eine Destruktion der Kirche.– Ein Echo auf die Schrift «die Glut unter der Asche entdecken»: Eine gläubige Person, die sich bestimmt im Besitz der «Glut» weiss, protestierte, dass Jesus im Zusammenhang mit den Asylsuchenden erwähnt wird (»Was ihr dem Geringsten …»): «Jesus sprach von einem Menschen, nicht von Millionen.»- «Hören wir auf zu klagen, dass die Welt nicht mehr so ist wie sie war …Wir müssen uns der Situation stellen und das Evangelium der Welt verkünden, wie sie heute ist.»- «Einige Bischöfe tun durch ihre Amtsführung alles dafür, dass die Reformierten das Bischofsamt nicht einführen. Die Ref. Sehen, dass es mit Bischöfen nicht gut geht.»- Martin versprach eine Zusammenfassung, die wir sicher nicht vergessen würden, auch wenn wir das übrige Referat vergässen: Eine Tessiner Zeitung veröffentlichte einen zweiseitigen Artikel über die «Glut unter der Arsche» (Originalschreibweise der Zeitung). Martin meinte, wer die Glut unter der – «Arsche» erführe, würde sicher nicht sitzen bleiben.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant