«Rom soll uns Bischöfen weniger dreinreden»

Die Wünsche des Felix GmürFelix im «Blick»:Welche Erwartungen haben Sie an seinen Nachfolger?Dass er, erstens, die Weltkirche mit ihren unzähligen Facetten zusammenhält und die Kultur des Dialogs pflegt. Und zweitens, dass er die dringende Reform der Kurie in Rom an die Hand nimmt. Eine Kurie, von der man nicht genau weiss, wie sie funktioniert, dient dem Papstamt nicht wirklich. Es gehörte nicht zum Charisma dieses Papstes, diese Reform durchzusetzen.Reform in welche Richtung?Es herrscht ein Gefühl der Intransparenz. Es sollte klarere Zuständigkeiten geben. Zudem sollte die Kurie nur das wirklich Notwendige an sich ziehen und uns Bischöfen und den Ortskirchen einen möglichst grossen Handlungsspielraum überlassen. Manchmal kümmern sich die Kurienstellen um Dinge, die einfach nicht ihr Bier sind.————————-Nur ein Beispiel: Wenn eine Diözese ein Kirchengesangsbuch herausgeben will, entscheidet Rom in letzter Instanz, was drin stehen darf (z.B. die höchst beliebten Lieder eines ehem. Jesuiten??)

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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