… auf einen neuen Papst wartenVor Kurzem, noch vor dem Papstrücktritt meinte der Chef von Wir-sind-Kirche Deutschland, Christian Weisner über B 16 in einem Radio-Inter:Er ist einfach keine Führungspersönlichkeit, er hat sehr wenig Charisma, aber er hat, denke ich, einfach auch sehr wenig Gefühl. Und das liegt natürlich daran, dass er selber nie richtig Pfarrer einmal gewesen ist, sondern er ist gleich im Grunde auf diese intellektuelle Professorenschiene eingestiegen. Er weiß eigentlich gar nicht, das behaupte ich mal, wie wirklich die Nöte an der Kirchenbasis in einer Kirchengemeinde sind. Er hat noch das heile Bild des katholischen Bayerns aus Traunstein in seinem Herzen. Und das trägt aber nicht die katholische Kirche ins dritte Jahrtausend!
Moderatorin: Das heißt, Sie warten auf einen neuen Papst!
Weisner: Wir warten nicht nur auf einen neuen Papst, ich denke, es reicht jetzt wirklich nicht mehr, eine Person auszuwechseln, sondern es zeigt sich wirklich, dass in diesen komplexen Gesellschaftssystemen heutzutage die katholische Kirche mit ihren Strukturen, Männerstrukturen, Autoritäts- und Gehorsamsstrukturen, eine gewisse Frauen- und Sexualfeindlichkeit, dass die für das heutige Leben nicht mehr zeitgemäß ist und vor allen Dingen auch nicht mehr Jesus-gemäß. Wenn man in die Bibel schaut, sind diese Alleinstellungsmerkmale der römisch-katholischen Kirche, Papst, nur unverheiratete Priester, keine Frauen am Altar, das sind keine Sachen, die sich auf Jesus zurückführen lassen. Also, wir sollten auch sehr viel mehr auf die Theologie hören!
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Recht hast, lieber Christian, nicht die Person muss ausgewechsel werden, sondern das zentralistische System überdacht. Hoffentlich tun es auch die Kardinäle.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant