Ist «hören aufs Volk» ...

…Populismus?Toni Häfliger schrieb an Bischof Felix Gmür einen Offenen Brief. Ich dokumentiere ihn hier mit seiner Erlaubnis:
Lieber Bischof FelixIm Namen der Bischofskonferenz sagen Sie zur Pfarreiinitiative: Wenn die Seelsorgerinnen und Seelsorger nicht in «Einheit mit dem Bischof und dem Papst» handeln, führe dies «in eine Sackgasse».Ich sage: Wenn Bischöfe und Papst nicht lernen, in Einheit mit dem gläubigen Volk zu reden und zu handeln, führt dies immer mehr in eine Sackgasse.Die Dogmatische Konstitution ‘Lumen gentium’ formuliert in Nr. 10 die Teilhabe aller Gläubigen am priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt Jesu Christi.Und: Paulus spricht von den vielen Gliedern im einen Leib Christi.Wenn Koordinationsstellen des Zentralnervensystems die auf das Ziel der Lebenserhaltung und -förderung hin ausgerichteten Signale aus den unterschiedlichen Organen des Leibes nicht mehr aufzunehmen, zu verarbeiten und geeignet zu beantworten in der Lage sind, führt dies zu einer Blockade im Gesamtorganismus.Frohe Schritte im Advent wünscht Ihnen und Ihren Kollegen freundlichToni Häfliger—————————————————Ein diskussionsfreudiger Weihbischof warf dem Verfasser in einem Mail «Populismus» vor. Der Verfasser wies darauf hin, dass er vom «gläubigen Volk» schrieb. Ich erinnerte den Weihbischof an den «sensus fidelium», den «Glaubensinn der Christgläubigen». Einige weitere Empfänger des Offenen Briefes machten bei der Diskussion mit. Sie beschäftigten sich vor allem mit der weihbischöflichen Behauptung, Frauen brauchten keine Ämter, um in der Kirche Grosses zu wirken. Und: «Oder frönst Du der klerikalen Auffassung, dass in der Kirche die Priester, Bischöfe und Päpste die wichtigsten Leute sind? Wir glauben doch, dass das die Heiligen sind. Und die grösste aller Heiligen ist eine Frau, von Gott dazu auserwählt.»Ich hoffe auch hier im Blog gäbe es eine Diskussion.

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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