Es lebe das Leben! (Mein Schluss-Statement des Podiums in Schwyz über das Konzil)Ich wünsche mir eine Kirche, die dem Leben dient (vgl. Jesus im Joh.Ev.: «Damit sie das Leben in Fülle haben».) 1. Eine lebensfreudige Liturgie: Freunde von mir meiden das Wort «Gottesdienst». Denn Gott braucht keinen Dienst. Wir brauchen Gott, der uns Hoffnung schenkt/uns zu menschenfreundlichem Handeln motiviert. Darum: eine Liturgie, die nicht sklavisch Rubriken befolgt; sondern den Mitfeiernden ermöglicht, Gott zu erfahren (Dies wird andere Formen brauchen bei den Eskimos/Inuits als bei den Maasais; andere in Schwyz als in Australien.) Dazu gehört auch eine Verkündigung, die die Sprache der konkreten Menschen spricht.2. Eine lebensfördernde Prophetie: eine Diakonie, die bekanntlich mit der Liturgie und der Verkündigung eine der drei Grundfunktionen der Kirche ist. Wobei eben die Diakonie auch politische Dimensionen annimmt (vgl. Dom Helder: «Wenn ich einem Hungernden zu essen gebe, bin ich ein Heiliger; wenn ich frage, warum er hungert, ein Kommunist).Wenn dieses Prinzip – Lebensförderung – in diesen drei Bereichen realisiert wird, werden selbstverständlich auch die «heissen Eisen» angefasst. Darum brauche ich dazu nichts mehr zu sagen.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant