Verwirrung um melkitisches Grusswort an den Papst
Wer früher mit einer Gruppe im Heiligen Land war, erinnert sich wohl an ihn. Der aktuelle melkitische Patriarche Gregorios III. war vorher unter dem Namen Lutfi Laham Bischof in Jerusalem. Die meisten Pilgergruppen (aus der Schweiz) hatten mit ihm eine Begegnung. Nun macht er Schlagzeilen mit einer zu früh ins Internet gestellte Grussbotschaft für Benedikt XVI. anlässlich seines kommenden Libanonbesuchs. Dazu die KIPA:
«In der dreiseitigen Ansprache, die der Patriarch kommenden Freitag vor der Unterzeichung des Synodendokuments in der melkitischen St-Pauls-Basilika von Harissa an den Papst richten wollte, regte er unter anderem die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch den Vatikan an.Die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch den Heiligen Stuhl wäre ein «mutiger Schritt der Gerechtigkeit und Wahrheit», so das veröffentlichte Manuskript. Der Vatikan würde damit zu einem «Pionier der Weltgerechtigkeit» und würde damit andere europäische Staaten zu ähnlichen Massnahmen ermutigen. Es handle sich um die «persönliche Meinung des Patriarchen», hiess es dazu in Kurienkreisen. Die vatikanische Diplomatie befürwortet im Nahostkonflikt generell eine Zwei-Staaten-Lösung, sie will sich dabei jedoch der internationalen Gemeinschaft anschliessen und nicht vorpreschen.»————————-Es wäre wirklich ein sehr mutiger Schritt!!
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant