Aber wie?Nicht nur, aber gerade auch bei der 2. Intifada (2000 bis 2004) ging die israelische Armee mit unvorstellbarer Härte gegen die Palästinenser vor. Marlène Schnieper gibt in ihrem Buch «Nakba – die offene Wunde» einige Beispiele:»Ein geistig behinderter fünfunddreissigjähriger Mann musste das Leben lassen, weil er Zigaretten kaufen wollte. … Wohnungen, Gemeindehäuser, Polizeistationen, Bibliotheken, architektonisch wertvolle Bauten wurden geplündert und mutwillig zerstört.»Ein Reservist rühmt sich, er habe als Bulldozerfahrer drei Tage lang nichts anderes getan als zerstört. Es könne sein, dass unter den Trümmern Menschen lebendig begraben wurde. Und: «Ich hatte richtig Spass an jedem Haus, das zerstört war, weil ich wusste: Sterben bedeutet ihnen nichts, den Verlust eines Hauses aber spüren sie schon. Du zerstörst ein Haus und du zerstörst 40 oder 50 Leute für Generationen …»————————————————-Du stellt sich tatsächlich die Frage, was solche Aktionen mit «Sicherheit» zu tun haben. Es geht hier wie bei vielen alltäglichen Schikanen doch letztlich darum, das Land palästinenserfrei zu machen.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant