Panafrikanische Kollegialität

Sieht man von der Bedeutung der nordafrikanischen Kirche in der Antike ab, war es das II. Vatikanische Konzil, welches der afrikanischen Kirche den Weg in gesamtkirchliche Verantwortung bahnte. Am I. Vatikanum waren die afrikanische oder asiatische Kirche nur minimal vertreten! Für die Wahlen in die Konzilskommissionen reichen nur die madegassischen und nigerianischen Bischöfe eigene Listen ein. Jedoch entsteht aus den kollegialen Erfahrungen der ersten Tage des Konzils bereits am 18. Oktober 1962 das Secrétariat Panafricaine Episcopale, in dem die Fäden der afrikanischen Bischöfe zusammenlaufen. Es ermöglicht Absprachen und Koordination von Initiativen und verleiht den Interventionen von Bischöfen im Namen dieser Gruppe in der Konzilsaula einiges Gewicht.Eigenartigerweise wird es seine Bedeutung jedoch bald wieder verlieren: «Ohne juridischen Status und ohne irgendeine Ermutigung zu erhalten, geht dem Secrétariat Panafricaine Episcopale der Atem aus, und es verschwindet noch vor dem Ende des Konzils im Schatten der nationalen Konferenzen».(emf; Zitat von Edoh Bedjra: Die Kirchen Afrikas auf den Wegen des Konzils. In: Peter Hünermann [Hrsg.]: Das Zweite Vatikanische Konzil und die Zeichen der Zeit heute. Freiburg i.Br.: Herder, 2006, 529-549, hier 532)

Konzilsblogteam

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

https://www.blogs-kath.ch/panafrikanische-kollegialitaet/