Palästina

«… ungeeignet für jüdischen Staat»Als Herzl die Idee eines jüdischen Staates lancierte, schrieb ihm der Oberrabbiner von Paris, dies sei löblich. Doch Palästina sei der falsche Ort, weil schon von andern Menschen bewohnt: «Um Gottes willen, man soll Palästina in Ruhe lassen.»Herzl beruhigte ihn: «Wer denkt schon daran, die nichtjüdische Bevölkerung dort zu entfernen? Gerade ihr Wohlergehen … werden wir vermehren.»In Herzls Tagebuch tönte es anders: «Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen.»
Quelle: Marlène Schnieper: Nakba, die offene Wunde. Rotpunktverlag 2012. Sehr empfehlenswert.
Man merke: Schon lange vor der Gründung Israels wurde mit Lug und Trug vorgegangen.
Bis heute wird alles unternommen, um die nichtjüdische Bevölkerung» über die Grenze zu schaffen». Wie anders sind die unzähligen Schikanen gegen sie zu erklären?

Walter Ludin

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