Palästina-Israel

1948: Gerechte Teilung?Wie versprochen werde ich aus dem sehr empfehlenswerten Buch meiner Schulkollegin Marlène Schnieper «Nakba – die offene Wunde» (Rotpunktverlag 2012) den einen oder andern Abschnitt zitieren. Es handelt sich um Fakten, die hierzulande kaum zur Kenntnis genommen wurden/werden. Z.B. (S. 16;)Kurz vor der Teilung Palästinas lebten dort fast 2 Millionen Menschen. «Die zionistischen Siedler stellten … nicht einmal ein Drittel der Bevölkerung, und gemäss ihren eigenen Quellen hatten sie bis anhin weniger als sieben Prozent des Terrains in ihren Besitz gebracht. Die UNO schrieb dem jüdischen Staat jedoch fast 56 Prozent des verfügbaren Landes zu, dem arabischen Staat nur 42 Prozent. … Der jüdischen Seite war zudem der ertragreichste Boden in der Küstenebene und in den Tälern Galiläas zugedacht, mit all seinen Anbauflächen für Zitruspflanzen und Weizen. Die Araber Palästinas sahen sich krass übervorteilt und meldeten Widerstand an.»
Frage: Wie würden die freiheitsliebenden, heimatverbundenen Schweizer reagieren, wenn über die Hälfte ihres Landes den Italienern gegeben würde, da ja vor 2000 Jahren Römer hier gelebt haben? Seltsam, dass hierzulande so wenig Verständnis für die Palästinenser vorhanden ist.

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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