Darf man Israel kritisieren?

Eine Stimme aus DeutschlandNachdem die Zeitschrift Publik-Forum einen israelkritischen Artikel veröffentlicht hat, musste die Zeitschrift eine Menge Kritik einstecken. Doch in einem Leserinnenbrief schreibt Ursula Heil, Münster:»Warum darf nach Meinung deutscher Kirchen und Theologenkreise Israel nicht kritisiert werden für menschlich-politische Fehlleistungen, für eine inhumane Behandlung der Palästinenser? Hier mit der alttestamentlichen Zusage Gottes an Israel als dem auserwählten Volk zu argumentieren rechtfertigt nicht die feindliche Behandlung der Palästinenser. Diese brauchen ebenso ein eigenes Land wie die Israelis.»———————————————————————Übrigens: Bekannt ist das Wort: «Dass es Gott gibt, glauben viele Israeli nicht. Aber dass Gott ihnen das Land gegeben hat, glauben alle.»
Weiter im Text von Frau Heil: «… Mit Antisemitismus hat solche Kritik überhaupt nichts zu tun. Israel soll endlich den Palästinensern einen eigenen Staat zugestehen und sich mit ihnen versöhnen. Auch für sie selbst würde es von Vorteil sein: Frieden in der unmittelbaren Nachbarschaft zu haben, Sicherheit und Verständigungsbereitschaft und Menschlichkeit.»
—————————–Zum Stichwort Menschlichkeit: Viele kritische Israeli sagen, das Land hätte sehr viel Menschlichkeit verloren, seit es (seit dem Krieg von 1967) zur Besatzungsmacht geworden ist.

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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