Wem gehört ...

… die Loyalität der Bischöfe?Christian Weisner von «Wir sind Kirche Deutschland» kürzlich in einem Kommentar:
«Kardinal Walter Kasper hat schon vor Langem gewarnt: Wenn die Bischöfe durch ihre Loyalität gegenüber Rom daran gehindert werden, eigenverantwortlich sach- und situationsgerechte Lösungen für ihren Dienst in ihren Diözesen herbeizuführen, so wie es ihre Hirtenverantwortung eigentlich ist, dann werden sich viele Seelsorger vor Ort nicht mehr um die nicht mehr praktikablen Normen kümmern.»
Es gibt durchaus Bischöfe, die nicht immer nach Rom schielen. Schon 1986 hat mir der damalige Bischof von Same/Tansania, Josaphat Lebulu, von eigenständigen liturgischen Formen erzählt. Ob er damit nicht Probleme mit Rom haben. Er meinte1. habe Rom ihn als Bischof eingesetzt2. der Bischof sei der Hauptverantwortliche für die Liturgie in seiner Diözese3. wisse er wohl besser, was für seine Leute gut sei als die «Römer», die mehrere 1000 Kilometer entfernt sind. Lebulu wurde später Vorsitzender der Bischofskonferenz.

Walter Ludin

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