Wortgottesdienste

Ein nicht zu übersehender VorschlagMein Eintrag über Wortgottesdienste vom 8. Februar hat so viele Kommentare bekommen wie kaum einer zuvor. Der letzte wurde zwei Tage später von Roland Hinnen geschrieben. Ich fürchte, er könnte übersehen werden. Dies wäre schade, da er mir sehr wegweisend zu sein scheint. Darum wiederhole ich ihn hier ausnahmsweise (genauer: den zweiten Teil; auch der erste ist lesenswert):
1. Die Fachleute müssen herausarbeiten, worin allenfalls die wesentlichen (!) Unter-schiede bestehen zwischen der von einem Presbyter geleiteten Eucharistiefeier und dem von einem «Laien» geleiteten «Wortgottesdienst mit Kommunionfeier»- unter der Voraussetzung, dass ein sacerdotales eucharistisches Opfer mit Verwandlung ein Irr- und Abweg ist. Falls tatsächlich wesentliche Unterschiede aufgezeigt werden können, müsste dem entsprechend2. für den laikalen «Wortgottesdienst mit Kommunionfeier» ein eigenständiger Ritus (als Modell) ausgearbeitet werden, der sich charakteristisch von der Eucharistiefeier unterscheidet und abhebt. Auf keinen Fall dürften Hostien (»verwandelte») aus frühe-ren Feiern verwendet werden, sondern nur reales Brot aus dem heutigen Alltag, das unter die Teilnehmenden gebrochen wird: frisches, lebendiges, chüstiges Brot des Lebens! Die heute grassierenden, oft schwülstigen, weitschweifigen, verschleiernden Paraphrasierungen sind durch präzise, eigenständige Texte zu ersetzen.

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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